Konzept BMW i.
BMW i steht für visionäre Elektrofahrzeuge und Mobilitätsdienstleistungen, inspirierendes Design sowie für ein neues Verständnis von Premium, das sich stark über Nachhaltigkeit definiert. Mit BMW i verfolgt die BMW Group einen ganzheitlichen Ansatz: Mit massgeschneiderten Fahrzeugkonzepten, einem Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit in der gesamten Wertschöpfungskette und einer ganzen Reihe von ergänzenden Mobilitätsdienstleistungen definiert BMW i das Verständnis von individueller Mobilität neu.
Die Zukunft der urbanen Mobilität.
Es ist Frühjahr 2008, als sich an einem streng geheimen Ort in München die besten Köpfe von BMW treffen, um über ein ambitioniertes Ziel nachzudenken: die Neuerfindung urbaner Mobilität.
Als Ende des Jahres 2008 die Welt zur Stadt wird, leben zum ersten Mal in der Geschichte mehr Menschen in Ballungsräumen als auf dem Land. Zum ersten Mal bedeutet Fahren in einer Grossstadt oft: Stehen. In Bangkok mit seinen mehr als sieben Millionen Einwohnern beträgt die Durchschnittsgeschwindigkeit etwa 16 Stundenkilometer. In Los Angeles, einer Stadt mit vier Millionen Einwohnern, dauert es zur Hauptverkehrszeit zwei Stunden, von den Aussenbezirken nach Downtown zu kommen. London mit seinen acht Millionen Menschen versucht sogar, durch eine Gebühr den Verkehr in der Innenstadt zu reduzieren. In dieser Situation einfach nur ein weiteres neues Auto auf den Markt bringen? Das konnte nicht die Lösung sein.
Innovativ wie ein Start-up, dabei aber kraftvoll wie ein Weltkonzern nimmt BMW die Herausforderung an. Die Münchner gründen einen Thinktank, nennen ihn project i und geben ihm einen einzigen Auftrag: Vergesst, was war. Denkt neu. Das Team um Projektleiter Ulrich Kranz reist, lebt, beobachtet, diskutiert mit Stadtplanern und Bewohnern von zwanzig Megastädten und entwickelt unkonventionelle und innovative Ideen. „Wir lebten zusammen mit den Menschen in diesen Ballungsräumen und haben ihren Alltag beobachtet", erinnert sich Kranz.
In nur neun Monaten präsentiert das Team ein Konzept, das die gesamte Automobilindustrie revolutioniert, angefangen beim Design über Produktion und Nutzung bis zum Recycling der Fahrzeuge. Der Name dieses neuen Konzeptes: BMW i.
So markiert die Präsentation der Submarke BMW i im Jahr 2011 nicht nur den Beginn eines neuen Automobilkonzeptes, sondern es ist der Beginn einer neuen Ära der Mobilität. Denn BMW i wird die Art und Weise verändern, mit der wir uns durch die Stadt bewegen. Weltweit.
BMW eDrive. Ein elektrisierendes Fahrerlebnis.
Eintausend Elektroautos auf drei Kontinenten und ein Testprogramm unter realen Bedingungen halfen BMW i dabei, die elektrische Antriebstechnologie zu perfektionieren.

„Wenn man dieses Auto gefahren ist, möchte man nicht zurück zu einem Verbrennungsmotor", lautet das Urteil von Todd Crook aus Kalifornien. Er schwärmt vom Fahrverhalten, von der Beschleunigung und der Alltagstauglichkeit und meint, dass das Elektroauto im Vergleich zu einem konventionellen Wagen extrem flink und beweglich sei. Und er ist nicht allein: Crook ist einer von eintausend Testern, die den MINI E und den BMW Active E rund um den Globus auf ihre Alltagstauglichkeit getestet haben. Sie sind damit zur Arbeit gefahren und waren damit in ihrer Freizeit unterwegs. Und sie haben ihre Erfahrungen den Ingenieuren von BMW i mitgeteilt und damit BMW eDrive perfektioniert.
Todd Crook ist nicht die Sorte Kalifornier, für die Umweltschutz über allem steht. Es war das elektrisierende Fahrerlebnis, das seine Begeisterung für Elektromobilität erst richtig auslöste. Autofahren soll Spass machen. Und das tut es.
Die innovative BMW eDrive Technologie ist das Ergebnis jahrelanger Arbeit. Drei wichtige Merkmale sorgen für ein atemberaubendes Fahrerlebnis. So ist das volle Drehmoment des extrem agilen Elektromotors aus dem Stand abrufbar. Ohne Unterbrechung. Bis zur Höchstgeschwindigkeit.
Innovative Energiespeicher kombinieren leistungsfähige Lithium-Ionen-Batterien mit einem Kühlsystem, das die Batterie immer auf der optimalen Betriebstemperatur hält und so die Leistung und die Lebensdauer erhöht. Dank der Kombination des intelligenten Motormanagements mit der effizienten Rückgewinnung der Bremsenergie wird schliesslich die Reichweite des Autos extrem erweitert.
Im Stadtverkehr bietet BMW eDRIVE einen entscheidenden Vorteil: keine Emissionen. Egal ob bei einer sportlichen oder einer eher effizienten Fahrweise.
Massgeschneidert für Elektromobilität.
Während Hersteller weltweit darum wetteifern, möglichst schnell elektrische Modelle auf den Markt zu bringen, ist BMW LifeDrive die erste für Elektroautos konzipierte Fahrzeugarchitektur.
Als 1934 das erste Serienfahrzeug mit selbsttragender Ganzstahlkarosserie auf den Markt kommt, ist das Konzept eine Sensation: eine Karosserie, die alle Teile unlösbar miteinander verbindet und dadurch stabiler und vor allem leichter ist als die bisherigen Modelle. Diese Idee etabliert sich als Standard in der Automobilindustrie.

Nun denkt das Team von BMW i erneut darüber nach, wie das Gewicht eines Autos reduziert werden kann – diesmal, um die Batterie für einen Elektromotor unterzubringen. Schliesslich wird eine Karosserie entwickelt, die wie massgeschneidert ist für das Zeitalter der Elektromobilität.
Die LifeDrive-Architektur besteht aus zwei voneinander unabhängigen Einheiten. Das obere Modul: die Fahrgastzelle aus mit Kohlenstofffaser verstärktem Kunststoff – auch CFK

oder einfach Carbon genannt. Sie bietet den Passagieren durch ihre grosse Festigkeit einerseits den bestmöglichen Schutz bei Unfällen, ist andererseits aber dennoch leicht genug, das zusätzliche Gewicht der Batterie auszugleichen.
Das untere Modul, das vollständig aus Aluminium hergestellt wird, bietet den Platz für die Batterie. Hier sind Aufhängung, Struktur- und Aufprallelemente sowie der Antrieb untergebracht. Der Vorteil? Durch die Unterbringung aller Antriebskomponenten im unteren Modul haben die Passagiere mehr Platz, denn kein Mitteltunnel teilt den Innenraum. Die LifeDrive-Architektur ist somit eine Innovation, die nicht nur das Gewicht der Batterie ausgleicht, sondern auch den Schwerpunkt des Autos senkt und so jedem BMW i genau die Agilität verleiht, die man von einem BMW erwartet.
Da die Fahrgastzelle aus Carbon besonders widerstandsfähig ist, gehen Fahrspass und Komfort auch mit mehr Sicherheit für die Passagiere einher. Das Ergebnis: weniger Gewicht, mehr Sicherheit und grosszügiges sowie komfortables Raumgefühl.
Der Beginn des Carbonzeitalters.
Es ist eine Pionierleistung und eine der innovativsten Entwicklungen von BMW i: die Serienproduktion von Fahrgastzellen aus Carbon (CFK).
Bisher beschränkte das Gewicht der Batterie die Reichweite von Elektroautos. Je grösser die Batterie, desto schwerer der Wagen – und desto mehr Energie ist nötig, um von A nach B zu kommen.
BMW i ist es durch den intensiven Einsatz von Carbonkomponenten gelungen, das zusätzliche Gewicht der Batterien vollständig auszugleichen. An dieser Stelle von einer Revolution in der Fertigungstechnik zu sprechen, ist keine Übertreibung. Denn lange Zeit war der Einsatz dieser Hightechkomponenten nur eingeschränkt möglich, da sie – in Handarbeit gefertigt – sehr teuer waren. Mit der ersten aus Serienproduktion stammenden Fahrgastzelle aus Carbon hat BMW i diese Regel der Automobilproduktion neu geschrieben.
Carbonkomponenten revolutionieren jedoch nicht nur den Leichtbau. Sie ermöglichen auch neue Formen im Fahrzeugdesign, da der mit Kohlenstofffaser verstärkte Kunststoff in trockenem Zustand fast so leicht zu verarbeiten ist wie Textilstoff. So bieten Karosserien aus Carbon einerseits mehr Platz im Innenraum, ermöglichen andererseits aber auch komplexere, aerodynamisch optimierte Formgebungen. Nicht zuletzt ist Carbon ein hochfester Werkstoff und erhöht die Sicherheit aller Passagiere eines BMW i.
Die erste Massenproduktion von CFK.
Der Einsatz dieses Hightech-Materials für die Grossserienproduktion eines Fahrzeugs – wie den BMW i3 und BMW i8 – ist bisher einzigartig, denn zuvor hielt man CFK für zu teuer und für noch nicht flexibel genug in der Verarbeitung. Doch nach über zehn Jahren intensiver Forschungsarbeit und Erfahrung in der Fertigung entwickelt und produziert die BMW Group nunmehr zusammen mit SGL Automotive Carbon Fibres Kohlenstofffasern sowie Kohlenstofffaserplatten. In Moses Lake, USA, wird zurzeit eine ultramoderne und mit erneuerbaren Energien betriebene Produktionsanlage für Kohlenstofffasern gebaut. Nach einer dreimonatigen Testphase wird noch 2011 die Produktion von Kohlenstofffasern beginnen, die dann im BMW Joint-Venture-Werk in Wackersdorf (Deutschland) verarbeitet werden.
BMW i Mobility Services. Intelligente Lösungen für Grossstädte.
Die Art und Weise, wie Menschen sich in Grossstädten bewegen, verändert sich. Um schnell und einfach von A nach B zu kommen, ist das Auto nicht immer das perfekte Verkehrsmittel. Deswegen entwickelt BMW i innovative Mobilitätsdienstleistungen, die die urbane Mobilität verbessern – innerhalb und ausserhalb des Autos.
Grossstädte fesseln nicht nur mit einem unglaublichen Angebot an Restaurants und Theatern, Einkaufsmöglichkeiten und Clubs, sondern auch durch einen chronischen Mangel an Parkplätzen. Für eine effiziente urbane Mobilität ist daher nicht nur die Frage nach der richtigen Route von entscheidender Bedeutung, sondern auch die nach dem Zielort.
BMW i gestaltet die Stadt der Zukunft mit und bietet daher heute bereits ein ständig wachsendes Angebot an Dienstleistungen und Produkten an, die besonders auf die individuellen Bedürfnisse des urbanen Lebens zugeschnitten sind. Ob man mit oder ohne Auto unterwegs ist, spielt dabei keine Rolle.
Die Strategie der BMW Group ist dabei so innovativ wie das Angebot der BMW i Mobilitätsdienstleistungen selbst. Um der rasanten Entwicklung von Smartphone-Apps so flexibel wie möglich zu begegnen, wurde die Beteiligungsgesellschaft BMW i Ventures gegründet. Sie investiert in junge Unternehmen und Anbieter vielversprechender mobiler Dienstleistungen. Als Teil der BMW Group kann BMW i Ventures die enormen Ressourcen des Konzerns nutzen, gleichzeitig jedoch mit der notwendigen Flexibilität eines Start-Ups agieren. Die ersten Apps, die für BMW i Mobilitätsdienstleistungen entwickelt wurden, stehen heute bereits zum Download zur Verfügung. Viele weitere befinden sich derzeit in der Entwicklung.
Welche neuen Bedürfnisse das Grossstadtleben in Zukunft auch hervorbringen mag, eines ist heute bereits sicher: BMW i wird schnell eine passende Lösung finden.
Nachhaltigkeit bei BMW i.
Seit den frühen 1970er Jahren prägt Nachhaltigkeit das Denken und Handeln der BMW Group. Seitdem wurden zahlreiche Produktionsprozesse optimiert und viele innovative BMW EfficientDynamics Technologien in den Fahrzeugen eingebaut und haben so zur deutlichen Reduzierung von Emissionen bei der Herstellung und beim Betrieb von Automobilen beigetragen.
Nachhaltigkeit bedeutet aber nicht nur umweltschonend zu handeln. Für die BMW Group hat Nachhaltigkeit drei Dimensionen: eine ökologische, eine wirtschaftliche und eine soziale. Wie erfolgreich die BMW Group mit ihren Massnahmen zur Erhöhung der Nachhaltigkeit ist, zeigt nicht zuletzt der Dow Jones Sustainability Index: die BMW Group führt diese Rangliste zum achten Mal in Folge an und ist damit erneut das nachhaltigste Unternehmen in der Automobilbranche.
ENTWICKLUNG.
DIE BMW i LIFE DRIVE-ARCHITEKTUR:
WENIGER GEWICHT UND
MEHR REICHWEITE.
Zwei getrennte Funktionseinheiten, ein Drive-Modul aus Aluminium und ein Life-Modul aus Hightech-Carbonfaser ergeben im Zusammenspiel eine ultraleichte und stabile Konstruktion. Das Ergebnis: verbesserte Energieeffizienz, mehr Reichweite und höhere Sicherheit.
MINIMALER LUFTWIDERSTAND, MAXIMALE
REICHWEITE: VERBLÜFFENDES DESIGN
BEI UNERREICHTER AERODYNAMIK.
Erstklassige Aerodynamik ist ein wesentlicher Bestandteil effizienter Elektromobilität. Bei BMW i verhindern vollständig verkleidete Unterböden Luftverwirbelungen unter dem Fahrzeug. Gleichzeitig verbessern sogenannte AirCurtains und AeroFlaps die Aerodynamik an den Radhäusern und im Schwellerbereich hinter den Vorderrädern.
MATERIALIEN, DIE BEGEISTERN:
NATÜRLICH, ERNEUERBAR
UND NACHHALTIG.
Der Innenraum des BMW i3 Concept besticht durch hochwertige Ausstattungsmerkmale aus nachwachsenden Rohstoffen wie Naturfasern und natürlich gegerbtem Leder. 25 % des für den Innenraum des BMW i3 Concept verwendeten Kunststoffs und 25 % der Thermoplast-Teile an der Karosserie stammen entweder aus recycelten Materialien oder aus erneuerbaren Quellen.
PRODUKTION.
ERNEUERBARE ENERGIEN:
VON DER FAHRZEUGFERTIGUNG BIS ZUR NUTZUNG.
Die energieintensive Carbonfaser-Herstellung wurde in Moses Lake in den USA angesiedelt. Der Grund: Dort kann sie mit sauberer Energie aus einem der weltweit grössten Wasserkraftwerke betrieben werden – dem Grand Coulee Dam.
SCHON HEUTE IST BMW WEGWEISEND AUF DEM
GEBIET DER NACHHALTIGEN PRODUKTION.
DOCH BMW i GEHT NOCH WEITER.
Seit 2005 führt BMW als nachhaltigster Automobilhersteller der Welt ununterbrochen die Rangliste des Dow Jones Sustainability Index an. Das nochmals verbesserte BMW i Werk ist das erste, das diesen Massstab übertrifft.
NUTZUNG.
BMW eDRIVE: OPTIMIERUNG VON
REICHWEITE UND ENERGIEVERBRAUCH.
Damit elektrisches Fahren nicht nur extrem agil, sondern auch besonders effizient ist, hält ein intelligentes Kühlsystem den Akku stets auf optimaler Betriebstemperatur. Zusätzlich können BMW i Fahrer auf Knopfdruck in den ECO PRO Modus schalten, der die Reichweite nochmals um bis zu 20 % erhöht.
DIE VORAUSSETZUNG
FÜR EMISSIONSFREIES FAHREN:
EMISSIONSFREI ERZEUGTER STROM.
Konsequente Nachhaltigkeit bedeutet, dass auch jeglicher ausserhalb des Fahrzeugs erzeugter CO2-Ausstoss vermieden wird. Aus diesem Grund arbeitet BMW i mit Erzeugern erneuerbarer Energie zusammen, um BMW i Fahrern Elektrizität aus regenerativen Quellen leicht zugänglich zu machen.
RECYCLING.
WIE LASSEN SICH ELEKTRISCHE KOMPONENTEN
AM EFFIZIENTESTEN RECYCELN?
INDEM MAN SIE WIEDERVERWENDET.
Es gibt viele Möglichkeiten, die leistungsstarken Lithium-Ionen-Akkus eines
BMW i nach dem Einsatz im Fahrzeug wiederzuverwenden: Einfach und effektiv wäre beispielsweise die Nutzung als Zwischenspeicher für Solar- oder Windenergieanlagen.
BMW i IST VORREITER BEI DER VERARBEITUNG
VON CARBONFASERN UND DEREN RECYCLING.
Für die BMW Group sind Rückstände aus der Carbonproduktion und der Fertigung von Carbonkomponenten wertvolle Werkstoffe, die entweder direkt in den Produktionsprozess zurückgeführt oder in anderen Bereichen wiederverwertet werden.
